Holzfeuchtigkeitsmesser im Test – wie trocken ist Ihr Holz?

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Holzfeuchtigkeitsmesser
Ob für den modernen Kamin mit großem Sichtglas oder den guten alten Holzofen in der Küche. In Zeiten stetig steigender Energiekosten für Strom, Gas und Erdöl erfreut sich ein Brennstoff reger Beliebtheit. Holz. Doch wer mit Holz die eigenen vier Wände wohlig warm heizen möchte, der sollte darauf achten, nur mit trockenen Holzscheiten zu heizen. Nasses Holz brennt nämlich nicht nur sehr schlecht, es Rußt zudem sehr stark und kann – durch die starke Rauchentwicklung - gegebenenfalls sogar eine enorme Gesundheitsgefahr darstellen. Wie aber kann man feststellen, ob ein Holzstück trocken genug zum Verheizen ist? Ganz einfach, mithilfe eines sogenannten Holzfeuchtigkeitsmessers.
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Warum ist trockenes Holz so wichtig?

Feuerholz
Trockenes Holz brennt besser und länger als feuchtes Holz! Foto: © Pixabay / Webandi
Wer Holz mit den bestmöglichen Brenneigenschaften verheizen möchte, der muss nicht nur bei der Auswahl der Holzart einiges beachten, sondern auch auf den Feuchtigkeitsgehalt im Holz an sich achten. Nur so kann die vergleichsweise günstige Holzheizung effektiv genutzt werden und für ein romantisches Ambiente in den eigenen vier Wänden sorgen.

Die beste Brenneigenschaft enthält man wenn:

  • Die Auswahl des Holzes passend getroffen wird (Harthölzer sind besser als weiche Holzarten)
  • Das Holz einen niedrigen Feuchtigkeitsgehalt hat
  • Das Holz unbehandelt und frei von Nägeln etc. ist.
Grundsätzlich gilt, dass Holz den besten Brennwert bietet, wenn es sehr trocken ist. Gemeinhin nehmen Verbraucher aufgrund dieser Tatsache an, dass nur altes Holz – unabhängig von der Holzart – am besten brennt. Doch so ist es leider nicht. Im Gegensatz zu altes Holz verliert einen Großteil seiner Brennwerte und ist am Ende kaum mehr als ein guter Glutstock, der schnell abgebrannt sein wird. Dennoch gilt, dass trockenes Holz die beste Brennwirkung hat, allem voran Harthölzer wie Buchenholz, Akazienholz oder aber auch Kirschbaumholz verfügt über einen sehr hohen Brennwert, wurde das Holz gut gelagert und weißt es nur einen geringen Feuchtigkeitsgehalt auf, so kann mit nur wenigen Holzscheiten über viele Stunden geheizt werden.

Die beste Brenneigenschaft hat Holz wenn:

  • Der Feuchtigkeitsgehalt des Holzes unter 15% liegt.
  • Das Holz nicht zu alt ist (bereits morsche Holzscheite haben einen geringen Brennwert)
  • Das Holz trocken gelagert wurde und frei von Fremdelementen wie Nägeln verheizt wird.
Da im Handel gekauftes Holz jedoch regelmäßigen Tests und Studien zufolge gerne einmal viel zu Nass ist, kommen Kaminbesitzer kaum noch um die eigenständige Messung des Feuchtigkeitsgehaltes im Holz herum. Denn es geht nicht nur um die Brennwirkung und somit eine Frage des Verbrauches und Geldes. Es geht auch um die eigene Sicherheit, immerhin sollte Holz nur bis zu einem maximalen Feuchtigkeitsgehalt von 25% verheizt werden.

Was ist ein Holzfeuchtigkeitsmesser?

Um den exakten Feuchtigkeitsgehalt von Holz ermitteln zu können, gibt es besondere Messgeräte, die eben diese Aufgabe einfach und binnen weniger Augenblicke ermöglichen. Die Funktionsweise eines Holzfeuchtigkeitsmessgerätes ist hierbei vergleichbar mit anderen Feuchtigkeitsmessern (zum Beispiel einem Getreidefeuchtigkeitsmesser).

Ein Holzfeuchtigkeitsmesser:

  • Wird auch als Feuchtigkeitsmesser, Feuchtemesser oder Holzfeuchtemesser bezeichnet.
  • Ermöglicht die Feuchtigkeitsbestimmung von Holz (und zum teil Beton oder Estrich)
  • Ist ein Gerät, welches mittels Stromeinwirkung die Feuchtigkeit bemisst und auswertet.
  • Ermöglicht eine sehr exakte Bemessung der tatsächlichen Feuchtigkeit im Holz.
Grundsätzlich ist ein Messgerät für die im Holz enthaltene Feuchtigkeit ein technisch ausgereiftes Gerät, welches durch die Einbringung von Strom in das Holz auf sehr exakte Art und Weise dessen Feuchtigkeit bemessen kann. Die Messung erfolgt hierbei anhand der Leitfähigkeit des Holzes. Je feuchter Holz ist, umso leichter wird der Strom durch das Holz geleitet = hohes Messergebnis.

Welche Vorteile bietet der Einsatz eines Feuchtigkeitsmessers für Holz?

Durch die einfache, effiziente und schnelle Messung des Feuchtigkeitsgehaltes ermöglicht ein Holzfeuchtemesser die Messung der Feuchtigkeit im privaten wie auch Holz verarbeitenden Bereich. Dieser Vorteil ist jedoch nicht ein für sich alleinstehender Vorteil dieser Messgeräte. Allem voran Messgeräte aus dem hochwertigen Preissegment verfügen neben der Ausgabe des ermittelten Messwertes oftmals auch über weitere Messwerte, die im Zuge der Messung ausgegeben werden.

So können Holzfeuchtigkeitsmesser mitunter:

  • Die durchschnittliche Feuchtigkeit des Testobjektes bemessen.
  • Die maximale und minimale Feuchtigkeit während der Messung anzeigen.
  • Grenzwerte aufzeigen die nicht über- oder unterschritten werden sollen.
Der Vorteil eines derartigen Messgerätes liegt somit klar auf der Hand. Die einfache Bedienung und die je nach Modell klare Angabe des Messwertes ermöglichen einen effizienten und sicheren Einsatz von Holz als Brennstoff. Darüber hinaus werden Kamin und Abzugsrohre durch eine geringere Rußbildung geschont und der Verbrauch von Holz dank bestmöglicher Holzqualität nachhaltig gesenkt.

Kaufhinweis: Darauf sollten Sie beim Kauf eines Holzfeuchtigkeitsmessers achten!

Der Nutzen von Holzfeuchtigkeitsmessern ist unbestritten. Der Kauf jedoch nicht immer einfach. Die Auswahl an Messgeräten erscheint nicht selten unüberblickbar und gerade beim ersten Kauf sehen Konsumenten sich von dieser Vielfalt gerne einmal überfordert. Worauf kommt es an? Wie erkennt man hochwertige Geräte und was braucht ein gutes Messgerät, um zuverlässig die Feuchtigkeit im Holz ermitteln zu können?

Der Messbereich und Anzeige – wie wird das Messergebnis angezeigt?

Das wohl wichtigste Merkmal eines Feuchtigkeitsmessers ist dessen Messbereich sowie die Anzeige, auf der nach der Messung das Ergebnis abzulesen ist. Je nach Bedarf kann hinsichtlich der Anzeige zwischen einem Prozentwert und einer festen Zahl gewählt werden. Zudem gibt es Geräte mit Toleranzanzeigen, um die Bewertung des Messergebnisses einfacher zu gestalten. Viele Konsumenten bezogen die exakte Prozentangabe, da diese anhand gültiger Normen die einfachste Bewertung des Messergebnisses ermöglicht.

Funktionsweise, Stromversorgung und Anzeigen

Beinahe ebenso wichtig die die Messung und Anzeige sind natürlich auch die Funktionsweise sowie die nötige Stromversorgung. Allem voran bezogen auf die Stromversorgung sind batteriebetriebene Geräte im privaten Bereich klar zu bevorzugen. Diese sind Handlung und können überall zur Messung herangezogen werden.

Nützliche Fragestellungen können sein:

  • Wie wird das Messgerät mit Strom versorgt (Kabel oder Batterie)
  • Misst das Gerät oberflächlich oder mithilfe von Messelektroden die ins Holz eindringen?
  • In welche Form wird das Messergebnis angezeigt (Prozent oder Zahlwert)?
  • Wie lange dauert die Messung / wie lange muss der Kontakt mit dem Holz bestehen für die Messung?
Doch auch die Funktionsweise ist wichtig. So ist zum Beispiel die Eindringtiefe ein entscheidender Faktor. Wenn sie große Holzstücke verheizen, sollten sie auf eine entsprechend tiefe Eindringtiefe achten, um wirklich verwertbare Messergebnisse zu erzielen. Wer hingegen nur kleine Holzscheite verheizen möchte, der kann auch ein Gerät mit einer Oberflächenmessung nutzen.

Feuchtigkeitsmesser im Test – Welcher Holzfeuchtigkeitsmesser ist der Beste?

Praktisch und einfach in der Handhabung, sollte kein Kaminbesitzer auf den Holzfeuchtigkeitsmesser verzichten. Doch wer einmal das Angebot an möglichen Modellen betrachtet, der erkennt schnell. Es gibt unglaublich viele Modelle. Manche günstig, andere für einen etwas höheren Preis. Doch welcher ist nun der Beste? Wir haben uns die aktuellen Topseller genauer betrachtet und diese einem Test unterzogen.

Der Brennstuhl Feuchtigkeits-Detector MD

Der erste Holzfeuchtigkeitsmesser ist ein echter Bestseller der vergangenen Monate und Jahre. Für einen günstigen Preis bietet er einfach alles, was es braucht, um die Feuchtigkeit von Holz effizient und zeitgleich komfortabel zu messen. Mit einem Messbereich von 5 – 50 % und einer praktischen Holdfunktion ermöglicht dieses Messgerät sogar Messungen an schwer zugänglichen Stellen.
Vorteile Nachteile
  • Top Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Messbereich für Holz 5 – 50 %
  • Anzeige via LCD Display
  • Auf Wunsch akustische Ausgabe des Messergebnis
  • Holdfunktion
  • Automatische Abschaltung nach 3 Minuten
  • Plastikverschalung
 

Das PROFI Feuchtigkeitsmessgerät

Ein echter Allrounder unter den Feuchtigkeitsmessgeräten ist das Modell von Profi. Mit diesem Bestseller lässt sich nicht nur die Feuchtigkeit von Holz, sondern zudem auch noch die Feuchtigkeit von Wänden, Beton, Estrich und weiteren Baustoffen messen. Zudem liefert dieses Messgerät nützliche Tipps zum Heizen mit Holz und bietet eine einfache Bedienbarkeit mit Speicherfunktion. Für einen günstigen Preis, hat dieses Gerät in Sachen Leistungsumfang und Preis wahrlich die Bezeichnung Profi verdient.
Vorteile Nachteile
  • Messgerät für Holz, Wände, Beton, Estrich und weitere Baustoffe.
  • Batteriebetrieben
  • Einfache Bedienung
  • Integrierte Speicherfunktion
  • Verhältnismäßig kleines Display
 

Das TFA Dostmann Holzfeuchtemessgerät

Etwas höher im Preis, dafür mit vielen Funktionen ist das TFA Dostmann Holzfeuchtemessgerät. Mit einem Messbereich für Holz von 0 – 100% bietet es den besten und größten Messbereich aller Testprodukte. Zudem bietet es eine Genauigkeit bei Holz von + - 1% sowie die Möglichkeit auch Baustoffe auf deren Feuchtigkeit hin zu messen. Darüber hinaus bietet dieses Gerät noch eine Temperatursonde für eine automatische Genauigkeitskorrektur und einen zusätzlichen Einschlagsfühler. Der TFA Holzfeuchtemesser ist sich kein Schnäppchen doch der Leistungsumfang sprich klar für dieses Gerät.
Vorteile Nachteile
  • Messbereich 0 – 100 %
  • Messgenauigkeit + - 1%
  • Automatische Genauigkeitskorrektur
  • Zusätzliche Einschlagfühler
  • Messgerät für Holz und Baustoffe
  • Inkl. Tasche und Batterien
  • Preis
 

Fazit – trockenes Holz brennt besser und gibt mehr Wärme ab!

trockenes Feuerholz
Jeder Kaminbesitzer profitiert von trockenem Feuerholz! Foto: © Pixabay / weeghesgin
Ob für wenige Euros in der Einsteigervariante oder als echtes Allroundgerät, unser Test hat gezeigt, wie vielseitig die Produktvielfalt im Bereich der Holzfeuchtigkeitsmessgeräte sein kann. Doch es ist nicht allein die breite Palette an möglichen Geräten oder aber deren Preis die den Wert eines guten Feuchtigkeitsmessers ausmacht.

Brennstuhl Feuchtigkeits-Detector MD

PROFI Feuchtigkeitsmessgerät

TFA Dostmann Holzfeuchtemessgerät
Messbereich 5 – 50 %5 - 50 %0 - 100 %
StromversorgungBatterieBatterieBatterie
Zusätzliche Einschlagfühlerneinnein ja
Genauigkeitskorrekturneinneinja
Zum Shop*Zum Shop*Zum Shop*
Nein es ist der Nutzen, den jeder Kaminbesitzer hat, wenn er oder sie die Feuchtigkeit des Holzes misst. Denn dank guter Feuchtigkeitswerte steigt der Brennwert des Brennmaterials und Kamin und Ofenröhren werden geschont. Zudem spart man nachhaltig Holz und somit bares Geld, wenn nicht einfach so nasses Holz zum Schornstein hinausgequalmt wird. Unser Rat an alle Kaminbesitzer ist somit vorhersehbar. Verzichten sie nicht auf die Messung der Feuchtigkeit im Holz und nutzen sie nur Holz, dass in seinen Brenneigenschaften gut ist. So sparen sie Geld und sie heizen zudem um ein vielfaches effektiver und sicherer.

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Meinungen
29.01.2023 10:54
Sehr ausführlich und umfassende Informationen

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